Ob Boston, Düsseldorf, Hamburg, London oder Zürich  allerorts sind die Marathonzeiten im derzeitigen Focus der Aufmerksamkeit. Dem kann auch ich mich in den Überlegungen zu meinem Laufbericht nicht verschließen, um nicht ganz abseits zu stehen.  Angesichts meiner augenblicklichen in 2016 erlaufenen Zeit von 2:28,12 Stunden  dürften sich Kenner in der Laufszene die Augen reiben.  Schließlich ist dies deutlich unter der vom Deutschen Leichtathletikverband gesetzten Olympianorm für Rio, wenn gleich auch nur bei den Frauen.

Aber immerhin für die erstmalige Bewältigung der Strecke von 42,8 Kilometern im Wettkampfmodus, sind die Zubringerwerte im Rahmen der mehr als ungewohnten Ausdauerleistung. Nach der mehrmonatigen, ungewollten Auszeit durch eine diagnostizierte Herzmuskelentzündung gelingt es mir, in Etappen wieder  den „alten Schritt“ zu finden. Dabei sind die lange Abstinenz von der Bahn sowie die fast völlige Wettkampfabwesenheit in der Crosslaufsaison jetzt auf der Straße eher hinderlich als wie gewohnt förderlich. 

So laufe ich auf den ersten  „Renn“-Kilometern etwas zögerlich und doch noch schwerfällig, ehe ich über weitere 10ner und 5er Abschnitte langsam an Fahrt gewinne. Statistisch sind die letzten Kilometer dann die schnellsten und das ist auch gut so. Im Fazit ist der Formaufbau für einen Monat April nicht überzogen und lässt die Prognose zu, dass beim Wiedereinstieg ins intervallartige Training noch „Luft nach oben“ ist. Allerdings dürfte der wirklich nicht geplante  Abstecher zur Marathondistanz die nur rechnerische Ausnahme gewesen sein und als zukünftiges Ziel noch in die Ferne rücken.

Über sechs Wochen gesehen waren die sieben Starts in Celle, Goslar, Hameln, Ilsenburg, Könnern, Mitwitz und Scheßlitz ein lediglich der Ausdauer dienender Einstieg. Die Ergebnisse mit dem Platz 5, zweimal  Platz 3 und viermal Platz 1 eine sich steigernde Ausbeute an zusätzlicher Trainingsmotivation.

Die rein zufällige Addition der Kilometer und der Einzelzeiten und das analoge und eher befremdende Gedankenspiel entsprechen nicht meinem wirklichen Leistungsanspruch und  wirken auf den „zweiten Blick“ eher erschreckend und hochachtungsvoll angesichts des hohen Renntempodurchschnitts beim Marathon der Frauen.

Der kuriose Vergleich bleibt am Ende doch Ausdruck dessen, dass Laufen nie langweilig wird.